Die Astral- und Dekolonisationskriege
Seit 235 a. C. war Tristis in Neu-Ephriterea
unumstrittene Hauptstadt Nitramiens gewesen. Seit diesem
Zeitpunkt hatte sich auch das Volk der Berecke-Muellarmina
gegen das Nitramische Volk verschworen. Die Berecke-Muellarmina
hatten den Nordkontinent, auf dem die Nitramier später Neu-Ephriterea
gründeten, einst völlig vergiftet und verwüstet und wurden
daher von Kaiser Joakim gezwungen, Muellarmin zu verlassen.
Seither trieben sie sich in fernen Galaxien herum und schufen
sich einen Namen durch das Schaffen vollendeter Tatsachen.
Agrippina I. Saurophanes, die Herrscherin des Volkes,
hatte aus Machtgier stets alles daran gesetzt, die Nitramier
aus Muellarmin zu vertreiben, um zurückkehren zu können
und sich einst an Joakim zu rächen, war aber stets an inneren
oder äußeren Widersprüchen gescheitert.
Um 280 gelang es den Berecke-Muellarmina
jedoch, wieder dauerhaft im Ekklesia-Montanum Sektor festzusetzen
und sofort starteten sie von dort einen Guerilla-Krieg gegen
Neu-Ephriterea. Das Nitramische Volk wurde von der
schwarzen Kaiserin, der Lehnherrin Neu-Ephritereas gezwungen,
diesem Treiben tatenlos zuzusehen, der einsetzende Astralkrieg
in Diensten der Astralen Allianz nahm ihnen jede Chance
auf Frieden. Denn ab 300 befand sich der nitramische Theta-Quadrant
in drei lange Kriege verstrickt. Seit 300 herrschte in der
Neu-Nitramischen Konföderation daher das Kriegsrecht. Die
Staatsgewalt ging fast vollständig an die kaiserlichen Legaten
über, die politische Gewalt verschob sich von der Metropole
Tristis zum Verwaltungszentrum Kerysset, wo sich seit 304
auch der Sitz der 8. Flotte befand.
Dekolonisation
Die Astralkriege endeten mit drei Siegen.
Zwei davon verdienten einen Triumph, der dritte war mit
schweren Verlusten erkauft - er ging als das Massaker
von 3443 in die Nitramische Geschichte ein: 30% der 8. Flotte
wurden durch Verrat vernichtet. Der leitende nitramische
Feldherr, Legat Helder Garêl, trat daraufhin von allen
Ämtern zurück und in ein Kloster ein.
Mit dem Ende der Astralkriege endete auch
der Lehnvertrag mit dem Kaiserreich Muellarmin. Râs Eskutejn
wurde zum außerordentlichen Generalsekretär ernannt mit
dem Auftrag die Kolonie Neu-Ephriterea ordnungsgemäß aufzulösen.
Doch es kam anders: Die Astrale Allianz beauftragte Nitramien
überraschend mit dem Dienst im Ekklesia-Montanum-Sektor
für ein weiteres Jahrzehnt. Daraufhin brach zwischen den
Berecke-Muellarmin und den Muellarminern ein Bürgerkrieg
aus, begleitet von einer Flutwelle von Intrigen gegen das
nitramische Volk, die in der Vergiftung des Diplomatischen
Korps der Nitramier am Hofe der schwarzen Kaiserin gipfelten.
Die Berecke-Muellarmin setzten sich damit durch und
zwangen die schwarze Kaiserin den Lehensvertrag zu annulieren.
Die Gesandten der schwarzen Kaiserin, die den Nitramiern
diese Botschaft überbringen sollten, wurden allerdings von
Agenten der Kaiserin Agrippina ermordet, bevor sie Tristis
erreichten, so dass die Nitramische Regierung weiterhin
im Unklaren blieb und schließlich selbst beschloss, die
Kolonie aufzulösen um nicht noch weitere Verluste erdulden
zu müssen.
Gleichzeitig gelang es dem Legaten Perias
Alanth einen Pachtvertrag über den Planeten Caledan im Dantiscanum-Sektor
zustande zu bringen, welcher der neue Hauptstützpunkt der
Nitramier im Theta-Quadranten werden sollte.